Sperre für Starace und Bracciali

Gegen die italienischen Profis Bracciali und Starace hat die ATP eine mehrwöchige Sperre verhängt. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie auf den Ausgang von Matches gewettet haben – wenn auch nicht auf eigene Spiele.

Die ATP hat im Kampf um einen sauberen „Weißen Sport“ wegen Wetten zwei weitere Tennisspieler gesperrt. Es handelt sich dabei um die italienischen Tennisprofis Starace und Bracciali. Nachdem vor eineinhalb Monaten der Spieler Alessio di Mauro suspendiert wurde, zog die Spielerorganisation diesmal Potito Starace sowie Daniele Bracciali aus dem Verkehr. Sechs Wochen lang darf Starace kein Turnier spielen. Er wurde auch mit einer Geldstrafe von 20.800 Euro belegt. Bracciali hingegen, muss drei Monate aussetzen und rund 14.000 Euro bezahlen. Beide Sperren sind vom 1. Januar an wirksam. Starace hatte nach den Angaben des italienischen Verbandes fünf mal auf den Ausgang von Spielen gewettet, Bracciali hingegen rund um 50 Mal. "Die Verurteilung war notwendig, obwohl beide ganz sicher nicht auf eigene Matches gesetzt haben", sagte Fit – der Sprecher des italienischen Tennis-Verbandes. Ein richtiger Skandal sei aber, wenn die Spieler auf ihre eigenen Spiele Geld setzen würden.

Nikolai Dawidenko war in diesem Zusammenhang den Ermittlern von ATP ins Fadenkreuz geraten. Große Summen waren auf eine Niederlage des favorisierten Russen beim Turnier im polnischen Sopot gesetzt worden. Allerdings, konnte dies nicht aufgeklärt werden. Nikolai Dawidenko fühlte sich wegen den Verdächtigungen verunsichert und beteuerte sine Unschuld. "Leute fragen mich: Wahr oder nicht?" erzählte der Russe und klagte: "Immer auf diese Weise in der Öffentlichkeit zu stehen, ist ermüdend."

Auch nach den Angaben des ATP-Vizepräsidents Gayle David Bradshaw sind bei di Mauro „keine Beweise gefunden worden, dass der Spieler auf seine eigenen Matches gewettet oder versucht hat, den Ausgang von Spielen zu beeinflussen".